Biodiversität im Garten

Biodiversität


Tipps für naturnahe Gärten

Quelle: www.srf.ch

Kleine Raupen, die sich in farbenfrohe Schmetterlinge verwandeln, Igel, die sich in einem Laubhaufen verkriechen, Bienen, die von Blüte zu Blüte summen, Vögel, die in der Hecke nisten und Eidechsen, die sich auf warmen Steinen sonnen. In einem einzigen naturnahen Garten können bis zu 1000 verschiedene Tierarten beobachtet werden. Viel Spass dabei!

1. Alles stehen- und liegenlassen

Lebensraum für einheimische Tier- und Pflanzenarten zu schaffen, heisst auch weniger Aufwand für Sie: Statt stundenlang Jäten, kann man einfach zusehen, wie alles wächst und gedeiht. So entstehen kleine Naturinseln ganz von allein und bieten vielen Arten ein Zuhause.

 

2. Blumenwiese statt Rasen

Ein gemähter Rasen sieht zwar ordentlich aus, bietet aber keinen Lebensraum für Tiere und Insekten. Wie wäre es stattdessen mit einer bunten Blumenwiese, auf der Schmetterlinge und Wildbienen ihre Nahrung finden? Für den Anfang können Sie aber auch eine Blumenwiesen-Insel in Ihrem Rasen anlegen.

 

3. Alternativen zur Thuja-Hecke für mehr Biodiversität

In vielen Gärten sieht man Sichtschutzhecken die mit gebietsfremder Thuja angelegt sind. Diese bietet einheimischen Tieren aber keinen geeigneten Lebensraum. Für einen Naturgarten sind einheimische Sträucher zu bevorzugen.
Für einen guten Wuchs müssen Hecken übrigens auch gar nicht so oft geschnitten werden – im Gegenteil. Blumen und Früchte kommen nur hervor, wenn die Hecke nicht jedes Jahr geschnitten wird. Wilde und unregelmässig gepflanzte Sträucher bieten vielen Tieren Schutz und Lebensraum. Mit etwas Glück kann sogar beobachtet werden, wie beispielsweise eine Amsel in der Hecke brütet. Den Vögeln zuliebe ist es deshalb wichtig, die Hecken nur ausserhalb der Brutzeit zu schneiden.

 

4. Neophyten – schön aber ökologisch wenig wertvoll

Verzichten Sie in Ihrem Naturgarten auf Neophyten, denn diese haben unserer heimischen Tierwelt wenig zu bieten. Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die in der Vergangenheit absichtlich oder unabsichtlich in die Schweiz eingeführt wurden.
Exotische Pflanzen im Garten zu haben ist an und für sich unproblematisch. Invasive Neophyten wie Sommerflieder, Robinien, Kirschlorbeer, Götter- oder Essigbäume breiten sich jedoch auch ausserhalb des Gartens aus und verdrängen einheimische Pflanzen.
Unser Fachpersonal gibt Ihnen gerne Auskunft darüber, ob eine Pflanze als invasiv eingestuft ist.

 

5. Totes Holz ist voller Leben

Ein umgefallener Stamm, ein hölzerner Zaunpfahl oder ein abgestorbener Baumstrunk ist alles andere als tot. Pilze und diverse Insekten beleben Totholz besonders gerne. Asthaufen bieten vielen Tieren Unterschlupf, Nahrung und Lebensraum. Besonders wichtig sind sie für Blindschleichen, Kröten und Eidechsen, aber auch für Vögel, Fledermäuse und verschiedene Insekten.
Auch Laub kann getrost liegen gelassen werden. Lärmige Laubbläser sind nicht nötig, denn Laubhaufen sind Lebensräume für zahlreiche Bodenlebewesen. Nach einer Weile wird das Laub zu humusreichem und somit wertvollem Kompost.

 

6. Das Eidechsen-Paradies

Mauern aus Steinen, sogenannte Trockenmauern, oder auch einfache Steinhaufen bieten Unterschlupf für Eidechsen, Kröten, Molche und Blindschleichen.

Wichtig bei Trockenmauern sind Spalten und Hohlräume in unterschiedlichen Grössen. Auch Insekten verstecken sich gerne in den Steinritzen. Wird neben einem Steinhaufen auch noch ein Sandhaufen angelegt, können Eidechsen dort ihre Eier ablegen.

 

7. Das kühle Nass

Teiche und Biotope sind wichtige Lebensräume für Amphibien wie Grasfrösche und Bergmolche. Zudem sind sie willkommene Wasserspender für durstige Igel, Vögel und Insekten.
Der optimale Standort eines Teiches ist im Halbschatten. Wegen des herunterfallenden Laubes wird er aber bestenfalls nicht direkt unter einem Baum angelegt. Freilebende Tiere sollten nicht im Gartenteich ausgesetzt werden. Wenn der Standort des Gewässers für die Tiere passt, finden sie den Weg von alleine.

 

8. Der Garten am Bau

Beim Bau eines Hauses, wird der Natur eine bestimmte Fläche genommen. Diese Fläche kann ihr wieder zurückgegeben werden, zum Beispiel in Form einer Dach- oder Mauerbegrünung. Vielleicht nistet schon bald ein Vogel neben dem Fenster.
Von den einheimischen Kletterpflanzen klettert nur der Efeu ohne Hilfe. Wer einen Zaun oder ein Gerüst begrünen möchte, hat deutlich mehr dekorative einheimische Wildpflanzen zur Verfügung, von Wildrosen über Waldreben bis zum Wald-Geissblatt („Je-länger-je-lieber“).

 

Übrigens: Je näher naturnahe Gärten beieinander liegen und je weniger gefährliche Strassen dazwischenliegen, desto grösser ist der ökologische Wert des einzelnen Gartens. Motivieren Sie also am besten auch Ihre Nachbarn, ihre Gärten naturnah zu gestalten.

Mission B 

Jede Sekunde werden in der Schweiz 0.7 Quadratmeter Grünfläche verbaut. Die Insekten sterben, die Vögel werden immer weniger.
Das gemeinsame Projekt von SRF, RSI, RTR und RTS hat zum Ziel, die Biodiversität in der Schweiz nachhaltig zu fördern. In den nächsten eineinhalb Jahren soll möglichst viel biodiverse Fläche dazugewonnen werden, in der Schmetterlinge, Vögel, Wildbienen, Eidechsen und Igel ein Zuhause finden.


Bei «Mission B» kann jede und jeder mitmachen. Tragen Sie die Anzahl Quadratmeter Ihrer neu geschaffenen Naturfläche auf der „Mission B“-Website ein und verfolgen Sie mit, wie überall in der Schweiz neue Lebensräume für einheimische Pflanzen und Tiere entstehen.

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