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Wie können wir Pflanzen retten, die von schweren Stürmen getroffen wurden?

13.07.2021

Es gibt nichts Schlimmeres, als hilflos zuzusehen, wie ein Sturm einen schönen Garten verwüstet, für den Sie unermüdlich gearbeitet haben. Mit welchen Mitteln und Kniffen kann man möglichst schnell den Schaden beheben? Wir verraten es Ihnen.

Unwetter Garten

Starker Regen, Hagel und heftige Winde können Pflanzen und Sträuchern schaden, indem sie die Wurzeln aus dem Boden reissen. "Wir brauchen die Natur", so unser Service-Leiter Patrick Müller. "Aber die Natur nicht uns. In diesen extremen Wetterbedingungen erkennt man den Schaden, den wir bereits angerichtet haben." Ganze Stämme brechen und das Laub fällt ab. Was kann man also tun, wenn man mit einem vom Sturm verwüsteten Garten konfrontiert wird?

Beurteilen Sie den Schaden

Nachdem der Sturm vorüber ist, sollten Sie den Zustand Ihrer Pflanzen begutachten. Ein Strauch, der in der Mitte gebrochen ist, ist nicht mehr zu retten. Pflanzen, die aber noch ganz sind, sollten nicht zu schnell entsorgt werden. Geben Sie den Dingen Zeit. Es gibt bestimmte Pflanzen, wie Stauden und Kräuter, die auch heftige Stürme überleben können. 

Nach ungefähr sechs Wochen können Sie sehen, ob es wieder anfängt zu wachsen. Wenn nicht, dann schneiden Sie die Stängel bis zur Basis zurück, um die beste Chance auf Regeneration in der nächsten Saison zu haben. Einjährige und mehrjährige Pflanzen sollten sofort nach einem Sturm von beschädigtem oder abgestorbenem Pflanzenmaterial befreit werden, um die Entwicklung von Pilzen zu verhindern. Daher sollten sie auch vorsorglich mit einem Fungizit behandelt werden, damit sich keine Fäulnis bilden kann.

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Pflanzenschaden

Behandeln Sie verrottende Wurzeln

Bei schweren Regenstürmen stehen die Pflanzen unweigerlich für längere Zeit im Wasser, wodurch die Wurzeln keinen Sauerstoff erhalten. Infolgedessen können sich Pilze im Boden ansiedeln und Wurzelfäule verursachen. Verwenden Sie ein Fungizidgranulat zur Behandlung von Pflanzen, die unter Wasser stehen und für längere Zeit standen. Bei Containergärten sollten Sie darauf achten, dass das Wasser durch Löcher im Boden des Topfes oder der Urne gut abfliessen kann. Ausserdem sollten diese Topfpflanzen auf zusätzliche Erhöhungen gestellt werden, anstatt direkt auf dem Beton, um die Drainage zusätzlich zu unterstützen.

Pflanzen wieder in den Boden bringen

Es ist nicht ungewöhnlich, dass schwere Stürme Pflanzen aus der Erde reissen, die Wurzeln freilegen und diese so angreifbar machen. Wenn die Wurzeln noch lebensfähig sind, vertragen einige Pflanzen, wie Hosta oder Hortensien, das Umpflanzen gut. In Fällen, in denen die Wurzeln nur teilweise freigelegt sind, mulchen Sie Ihr Gartenbeet einfach neu oder füllen den Mutterboden auf, der durch den Regen weggespült worden sein könnte.

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Stehendes Wasser schnell entfernen

Wenn Sie stehendes Wasser in Ihren Gartenbeeten haben, müssen Sie es SCHNELL ablaufen lassen. Stehendes Wasser schneidet den Sauerstoff zu den Wurzeln der Pflanze ab und ertränkt diese buchstäblich. Die meisten Pflanzen können etwa 24 Stunden in stehendem Wasser stehen, ohne ernsthaften Schaden zu nehmen. Je länger aber das Wasser steht, desto schlechter stehen die Chancen für das Überleben der Pflanze.

Weiter kann auch die Sonne am nächsten Tag herauskommen, die das stehende Wasser erwärmt und die Pflanze so zum Kochen bringt. Das überleben die wenigsten Pflanzen.

Um das stehende Wasser loszuwerden, kann es sein, dass Sie Kanäle graben müssen, die das Wasser von den Pflanzen wegführen. Wenn Ihr Garten in einem niedrig gelegenen Gebiet liegt und Rinnen keine Option sind, sollten Sie wenn möglich das überschüssige Wasser ausschöpfen. Wenn zusätzlicher Regen vorhergesagt ist, decken Sie den Bereich so gut es geht mit einer Plane ab und denken Sie über einen Regengarten nach, der durch eine Vertiefung im Garten das Wasser sammeln kann und mit speziellen Pflanzen bepflanzt wird, denen Feuchtigkeit weniger ausmacht. So kann das Regenwasser ins Grundwasser versickern und fliesst nicht unkontrolliert ab.

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Verwerten Sie, was nicht gerettet werden kann

Wenn eine Pflanze oder ein Strauch zu viel Schaden erlitten hat und nicht mehr zu retten ist, ist es jetzt schweren Herzens an der Zeit, die beschädigten Teile zu kompostieren. Fast alles, was grün ist, kann auf den Kompost, einschliesslich Kräuter, Gemüse und Blumen, die so Nährstoffe und Feuchtigkeit in den Boden zurückbringen. So führen Pflanzenschäden wenigstens dazu, dass sie wiederverwertet werden können.



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